Variationen

Eine Landschaft. Eine Struktur. Im Wechsel der Jahreszeiten. Licht/Schatten. Ein Spiel der Gezeiten. Zusammengefügt und doch nicht. Ein fortlaufender Prozess. Aus dem Nichts entstanden. Aus dem Nichts? Eine Idee, eine Wahrnehmung, ein sich daraus ergebender Prozess. Zufall oder Notwendigkeit. Ein Netzwerk. Ein vernetztes System. Ein offenes System. Nach allen Seiten hin offen. Eine Landschaftsabfolge. Immer die gleiche Landschaft. Eine vertraute Landschaft. Landschaft kann man nicht erzählen, man kann sie nur sehen. Innere Bilder. Eine photographische Momentaufnahme. Dieser Zeitpunkt in der Gegenwart und sogleich schon Vergangenheit. Ein Festhalten von Sekunden. Eine Sekundenwahrnehmung. Eine Sekundenwahrheit. Wahrheit natürlich relativ gesehen. Eine subjektive Weltanschauung. Eine subjektive Landschaftswahrnehmungsabfolge. Wirklicher als die Wirklichkeit. Eine poetische Abfolge. Seit Jahren immer das gleiche Motiv. Eine Konzentration auf gewisse Motive. In der Einfachheit variiert die Vielfalt. Einfältig sein. Und ein bunter Falter. Wahrnehmungsmäßig nicht vorhanden. Auf dieser Abfolge. Das eine schließt das andere nicht aus. Auf den Nullpunkt bringen. Auf den wahrnehmungsmäßigen. Einfach gesprochen und gesehen. Eine Landschaft. Einmal anders interpretiert.

Linien. Zeichen. Fragmente. Ausschnitt des Universums. Erkenntnis. Wissen. Ästhetische Zeichen. Gebilde. Konzept. Minimalisiert. Wahrnehmung. Reduziert. Denkhafte Prozesse. Dynamik. Zeichen von Begriffen. Semantik. Ein syntaktisches Gebilde. Kognitive Präferenzsysteme. Das Wesentliche sichtbar machen. Im Kontext, nur in diesem, verstehbar. Auch wahrnehmbar. In den Gefilden. Poetik. Kongruenzsysteme. Ein Spiel der Zeichen, der Verweise. Wenn es verstanden wird. Nur dann. Sonst nicht. Eingebunden in die mannigfaltigen Wahrnehmungs- und Denkprozesse. Ein ästhetisches Konstrukt. Und nicht nur das. Darüber hinausgehend. Im Grunde genommen einfach. Immer das gleiche. Eine Variation der Variationen der Wahrnehmungs- und Denkprozesse. Die Dinge so zu bezeichnen, wie sie sind. Das Dargestellte so darstellen, wie es ist. Ein einfacher Prozess. Wenn es verstanden wird. Zufall und Notwendigkeit in allem impliziert. Eine Sichtweise des Seins. Andere Möglichkeiten durchdacht, aber in dieser Sicht- und Auseinandersetzungsweise ausgeschlossen worden. Die Einfachheit in der Kompliziertheit. Das Wesentliche.

Renate Egger

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